Erläuterungen zum Voting-Prozess
22. Februar 2010 # 03:56 # netzpolitik@vorwärts.de # 3 KommentareWenn ich eines in der SPD gelernt habe, dann ist es, dass es fast immer Kritik und dringende Nachfragen gibt
Daher hier in voller Transparenz zur Entscheidung darüber, warum das Voting-Verfahren angewendet wurde, wie es angewendet worden ist … Kritik und gute Ratschläge sind aber willkommen! Zuerst aber einmal…
…ein großes Danke!
Schon jetzt sieht man, dass sich das Nominierungsverfahren gelohnt hat. Ich finde es spannend zu lesen, was die netzpolitischen Aktivisten in der SPD an Ideen, Forderungen und Vorschlägen haben – und auch wieviel Kompetenz und Energie in der SPD versteckt ist, wenn man sie nur anzapft! (Das als meine persönliche Meinung, jetzt aber zu Euren Fragen).
Was ist Ziel des Nominierungs- und Votingprozesses?
Björn Böhning und Sebastian Reichel haben den vorwärts gebeten, eine gewichtete Liste an Vorschlägen für die drei noch zu vergebenden Plätze für den Gesprächskreis Netzpolitik zu erstellen. Die Bedingungen waren:
- dass der Zugang fürs Abstimmen möglichst einfach sein sollte
- dass nur SPD-Mitglieder abstimmen können sollten
- dass eine Manipulation der Abstimmung nur schwer möglich sein soll.
Was passiert mit dem Abstimmungsergebnis?
Am Donnerstag werde ich eine Email an Björn Böhning schicken mit der Liste der Kandidaten und der Anzahl ihrer Unterstützer und Unterstützerinnen. Daraus ist dann ersichtlich, welche Kandidaten von der sozialdemokratischen Netz-Community am stärksten unterstützt werden.
Die Liste wird Björn dann, wenn ich das richtig verstanden habe, dem Parteivorstand vorlegen, der wiederum formal den Gesprächskreis einberufen hat. Da die erste Sitzung schon am Dienstag, den 2. März 2010 in Berlin stattfindet, ist leider etwas Eile geboten.
Was passiert mit den Nicht-Gewählten?
Wer nicht gewählt wurde, sollte nicht traurig sein. So wie ich das verstanden habe, will der Arbeitskreis Netzpolitik sich sehr stark zur Parteibasis öffnen und eventuell weitere Experten einbinden. All das wird wohl auf der ersten Sitzung Anfang März besprochen – Vorschläge dazu könnt Ihr hier einbringen.
Mein persönliches Ziel ist es, dass hier ein Who is Who der SPD Netzpolitik aufgebaut wird, so dass auf ein echtes Expertennetz zurückgegriffen kann, wenn es um die Diskussion der Netzpolitik in der SPD geht.
Warum habt Ihr genau dieses Voting-Verfahren gewählt?
Ich hatte in den letzten Tagen mit vielen von Euch Mailkontakt, viele von Euch haben ihre Skepsis gegenüber EVoting-System zum Ausdruck gebracht. Die Skepsis kann ich nachvollziehen. Allerdings war der Zeitdruck in dem Verfahren so enorm, dass wir hier auf eine einfache Möglichkeit der Stimmabgabe verfallen mussten.
Dann war die Frage, wieviele Stimmen jeder hat. Wenn jede nur 1 Stimme haben darf, dann hätte ich relativ viel Aufwand sicherzustellen, dass jeder nur einmal stimmt – ihr wisst aber selbst, dass man sowohl die Emailadresse als auch die IP-Adresse einfach fälschen kann. Es gäbe also die Möglichkeit zur Manipulation – und das wollten wir vermeiden.
Das gleiche gilt natürlich auch für die Version mit 3 Stimmen. Am Ende war es am einfachsten, dass jeder pro Kandidat nur einmal abstimmen kann, aber für beliebig viele Kandidaten abstimmen kann – ja auch für alle (obwohl das ein bißchen den Sinn der Abstimmung in Frage stellen würde).
Warum haben wir kein technisches Tool wie Polldaddy für WordPress genutzt? Polldaddy kostet leider Geld, wenn mehr als 100 Antworten kommen und wir wollten da nichts riskieren.
Warum muß man sich anmelden?
Eigentlich hätte man es ja noch einfacher machen können – einfach die Kommentarspalte nutzen. Aber die Anmeldung hat einen entscheidenden Vorteil – bei der Anmeldung muß man eine Emailadresse angeben und diese verifizieren. So kann ich alle angemeldeten Nutzer dahingehend überprüfen, ob sich echte Personen dahinter verbirgen.
Warum macht Ihr die Abstimmung nicht direkt bei meinespd.net, bei Twitter oder Facebook?
Der vorwaerts hat es einfach dem WBH angeboten, weil hier nichts umständlich programmiert werden musste und ich mich bereit erklärt hatte, auch am Wochenende die ganzen Anfragen zu bearbeiten. Bei allen anderen Lösungen wäre der Aufwand um ein Vielfaches größer gewesen!
Warum sind nicht alle Nominierten in der Kandidatenliste?
Erstens gab es Nominierte, die schon von Björn zum Gesprächskreis eingeladen worden.
Zweitens gab es Nominierte, die nicht kandidieren wollten – diese haben wir von der Nominiertenliste gestrichen.
Drittens gab es Nominierte, die wir einfach per Email nicht erreichen konnten. Morgen werde ich da nochmal nachhorchen und versuchen die Nominierten zu kontaktieren. Wer helfen kann, diese Nominierten zu finden, meldet sich bitte:
Viertens gab es Nominierte, die wir zwar per Email erreicht haben, aber die bisher noch kein eigenes Profil erstellt haben und keinen Vorstellungstext geschickt haben. Auch diese Kandidaten werde ich versuchen morgen zu kontaktieren:
- Cem Basman
- Jürgen Häfner
- Patrick Sebastian Füllgraff
Aufgrund des Zeitdrucks wollte ich aber mit dem Voting nicht länger warten – ich hoffe wir können die Profile noch nachreichen!
Wenn ich Fragen und Anregungen habe, wie kann ich Ideen beisteuern?
Ganz einfach – entweder mich per Email kontaktieren oder einfach anrufen: 01512 -5369083. Das ist meistens der einfachste Weg um Fragen zu klären!
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4 the next voting: http://liquidfeedback.org/
Abstimmung über den Gesprächskreis Netzpolitik der SPD: Ich kandidiere! (mit Wahl-Link)…
Wie im Beitrag Nominierung zum “Gesprächskreis Netzpolitik” der SPD bereits angedeutet, kandidere ich für den “Gesprächskreis Netzpolitik” der SPD. Meine Bewerbung findet sich unter netzpolitik.vorwaerts.de/……
Könnte euch einen tieferen Einblick in die Arbeitsweise bei VroniPlag oder GuttenPlag geben, wenn das gewünscht ist.