OpenSource ist automatisch sicherer?
30. April 2010 # 16:17 # netzpolitik@vorwärts.de # 4 KommentareOpenSource-Produkte erfreuen sich einer zunehmenden Beliebtheit, so hört man oft. Der Grund hierfür ist nicht nur, dass diese Produkte meistens nahezu kostenlos sind, sondern dass sie auch sicherer sein als proprietäre Software wie z.B. die Produkte von Microsoft.
Zugegeben, ich bin jemand der gerne Produkte von Microsoft verteidigt, weil ich der Auffassung bin, dass sie nicht zwangsläufig unsicherer sind als OS-Produkte und dass der “Patch-Day” auch eher für Microsoft spricht, da ständig versucht wird neue Lücken zu finden und zu schließen, bevor sie durch andere entdeckt werden.
Dass nicht der Kostenaspekt für oder gegen ein Softwareprodukt sprechen muss und dass Unsicherheiten i.d.R. durch jeden Programmierer verursacht werden können, weil er/sie ebend auch nur ein Mensch ist, zeigt folgender schöner Artikel:
http://www.heise.de/open/artikel/Die-Woche-Die-Suenden-der-Programmierer-978807.html
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Natürlich ist OpenSource nicht automatisch sicherer, allerdings wird durch die Offenlegung des Sourcecodes gewährleistet, dass offene Lücken zwar leichter zu finden sind, sie aber auch von jedermann, der diese Lücke findet, geschlossen werden kann.
Noch dazu sollte man bevor man einen dermaßen kurzen und einseitigen Beitrag verfasst, evtl. auch darüber nachdenken, dass viele Menschen auf der Welt die Softwarepreise zu hoch sind. Noch dazu läuft viele OpenSource Software auch auf Linux-Systemen oder Mac OS X. Oder wird durch eine Community auch an Randgruppen-Betriebssysteme angepasst.
ist in der vorwärts eigentlich immernoch immer eine ganzseitige microsoft-werbung auf seite 2?
)
normalerweise sehe ich microsoft-werbung ja fast nur in computerzeitschriften. (im internet gibt es ja eh keine werbung
der grund warum freie software dazu tendiert, sicherer zu sein ist dass nicht jedem der versucht die software zu verstehen die copyright-pistole an die schläfe gedrückt wird…
proprietäre software ist das atomkraftwerk bei dem nur einer weis wie’s funktioniert…
und die umschreibung der pistole scheint mir treffend: copyright ist dazu da informationsfluss mithilfe von geldentwendung und freiheitsentzug zu monopolisieren.
es entsteht ein riesen drohpotential allein zu dem zweck information zu reduzieren.
das dadurch nicht ein ein gigantischer schaden entsteht ist völlig illusorisch.
die freie-software-bewegung hat es einfach verstanden diesen schaden von sich und seinen usern fernzuhalten.
und jetzt kommt mir nicht mit hungernden künstlern. wir sind nämlich nicht alle komplette idioten die nie etwas für informationelle leistungen bezahlen würden. das tun leute ständig, auch ohne als verbrecher bezeichnet zu werden und “bis zu 5 jahren in die vergewaltigerzelle” geschmissen zu werden.
es gibt keinerlei hinweise darauf das ausgerechnet künstler keine wertschätzung bekommen würden. das ist eine fantasie die von den staatsgeschaffenen majorlabel-monstern geschürt und von auf “die menschen sind schlecht, bringt sie um”-indotrinierten durchschnittsmenschen geglaubt wird.
Hallo Sofias.
“der grund warum freie software dazu tendiert, sicherer zu sein ist dass nicht jedem der versucht die software zu verstehen die copyright-pistole an die schläfe gedrückt wird…”
das ist kein Argument für die Sicherheit einer Software.
Wie in meinem Artikel schon beschrieben, kann jeder Programmierer Fehler machen und vor allem auch der Programmierer, der ein bisschen Code auf ein großes Software-Produkt setzt, weil er es nicht versteht/verstehen kann.
Abgesehen davon setzt MS eine Menge Ressourcen ein, um seine Software sicherer zu machen und das kostet.
Zum Schluss ein kleiner Artikel was passiert, wenn eine kleines vermeintlich sicheres Produkt in den Massenmarkt kommt bzw. viele Anwender daran programmieren:
http://www.zeit.de/digital/internet/2010-07/apple-studie-sicherheit
Gruß Robert!
hallo Robert,
nein? ok, wie währ dann mit den gezielt eingebauten sicherheitslücken für geheimdienste und ähnliche angreifer? (von fachleuten und presse dokumentiert, fliegt öfter mal auf, ich weis grad nicht wo im einzelnen)
etwas schwerer vorstellbar in freier, offener software, oder?
schon das sowas einmal passiert sollte an der reputation von microsoft nagen…
ach ja, sagt dir Bruce Schneier was? der security-engineer über den Chuck-Norris-witze gemacht werden?
http://www.schneier.com/crypto-gram-9909.html
nun das tun redhat, ibm und novell auch. deren sicherheitsmaßnahmen können dann auch sofort zwischen einen schnellem quickfix und der behebung eines designproblems eingeordnet werden kann.
und ich weis das sie sicherheitsmaßnahmen von microsoft enorm zugenommen haben… vor nem halben jahr haben sie den entwickler des coyotos-kernels angestellt, der sonst wahrscheinlich der neue kernel von gnu hurd geworden währe… (und der durch mathematische beweisbarkeit allerhöchste sicherheitsstandarts erfüllt hätte)
aber die coyotos-sourcen sind noch offen, wenn microsoft ein projekt verwirft geht es der öffentlickeit verloren…
zu dem apple-kram: so what? iOS ist nun wahrlich kein sehr offenes system, windows würde ich technisch als offener bezeichnen. (und dafür programmieren ja nun wirklich viele)
von android steht in dem artikel übrigens nichts, woran das wohl liegt? an einem schwächeren wachstum jedenfalls nicht